I
m Wiehengebirge gibt es einen kleinen
Altbergbau mit dem schönen Namen Florentiner. (Manchmal auch: "Florentina") Der Grund der Namensgebung ist nicht überliefert. Da der Florentiner
jedoch ein Silberbergbau gewesen sein soll, bietet sich ein Zusammenhang für die
getroffene Namenswahl mit der ehemaligen Finanzmetropole Florenz an, auch wenn hier
seitens der Namensgeber ein wenig zu optimistisch agiert worden wäre. Zu gering
war die Ausbeute, als dass sich die Grube den Namen verdient
hätte. Der Region hat es jedenfalls nicht den Status einer Finanzmetropole beschert.
Es gibt entgegen der Meinungen der jüngeren Literatur aber
auch davon abweichende Interpretationen. Demnach soll es sich beim Florentiner (bzw. das,
was die meisten dafür halten) nicht um einen Bergbau gehandelt haben. Aber
vielleicht trifft man in diesem Fall auf die Problematik einer mehrphasigen
Veränderung, dann wäre der heimische Florentiner in seiner heutigen Form das
Ergebnis mehrerer Generationen mit vielleicht unterschiedlichen Zielen.
....deren geläufigere Bezeichnung "Walen", "Venediger" etc. ist.
Ihre klandestine Art des Bergbaus gab und gibt Anlass zu Spekulationen:
Sie sollen in Lumpen gehüllt die Lagerstätten der nördlichen Länder exploriert und geheime
Bergwerke betrieben haben. Auch sollen sie zur Kennzeichnung von Lagerstätten oder getarnten
Abbauen Zeichen in den Fels gehauen haben. Grund für die rege Tätigkeit der heimlichen Bergleute waren unter anderem die
zur Produktion von Glas benötigten Mineralien, aber auch zu medizinischen Zwecken wurden lt.
Agricolas "De Natura Fossilium" die verschiedensten Mineralien abgebaut. Gewiss waren die Walen, Venediger
oder Florentiner nicht im Wiehengebirge tätig, ihr Augenmaß beim Umgang mit Informationen scheint
sich jedoch bewährt zu haben. Florentiner.com nimmt beim Erstellen der Inhalte kleinere Anleihen vom leicht
subversiven Habitus der Walen. Tradition sollte gepflegt werden.