- MMIV – MMXXVI
- - Alte Bergwerke zwischen Pr. Oldendorf und Porta Westfalica -
- SAXA LOQUUNTUR
Prolog
CSS v071026a am 08.10.2026
Montanhistorische Skizzen des östlichen Wiehengebirges zwischen Preußisch Oldendorf und Porta Westfalica sowie Beschreibungen weiterer Relikte

Es war bereits im Jahre 1189, als die älteste bekannte urkundliche Erwähnung bergbaulicher Aktivität niedergeschrieben wurde, die sich auf diese Region bezog. Es war eine lange Zeit, in der der Bergbau imstande war, diesem Landstrich ein montanhistorisches Erbe zu hinterlassen. Ein Erbe jedoch,
welches zum Teil Gefahr läuft, langsam aber stetig einem völligen Vergessen anheimzufallen. Der untertägige Abbau endete erst Mitte des vorigen Jahrhunderts - und mit ihm eine Bergbauhistorie, die anscheinend nicht bedeutend genug war, als dass sie sich im geschichtlichen Bewusstsein dieser Region einen höheren Stellenwert hätte sichern können. Sämtliche Bergwerke westlich der Wallücke hatten allenfalls eine regionale und zeitlich eng befristete Bedeutung. In einem Landstrich, der jedoch nicht unbedingt für Bergbau bekannt ist, stellen diese Bergwerke ihres singulären Charakters wegen ein erinnerungswürdiges Kapitel regionaler Geschichte dar.
Die Relikte
Schurfe und trichterförmige Vertiefungen, die sogenannten Pingen, sind die augenfälligsten Relikte und in nahezu jedem Teilstück des Wiehens zu finden. Stollen und Schächte, Prospektionsspuren oder auch Grubenfelder durchziehen das Wiehengebirge nicht nur im
östlichen Teil und damit dem Revier, auf dem der Fokus dieser Seite liegen wird, sondern auch weiter westlich. Diese Seite wird sich nach und nach mit Inhalten füllen: Einige Anmerkungen zu den einzelnen Bergwerken, den Versuchsbergbauen und den geologischen Hintergründen - beginnend mit den westlichsten Abbauen in Preußisch Oldendorf und angrenzender Gebiete, danach sukzessive geographisch fortschreitend bis hin nach Porta Westfalica am westlichen Weserufer.
Zwischen Wald und Archiv
Montanarchäologie, auch wenn sie wie hier ohne professionellen Hintergrund dargestellt wird, bedeutet in erster Linie Lesen, Archivarbeit und somit das Erschließen und Auswerten von Dokumenten verschiedenster Art. Nicht nur beim hiesigen mittelalterlichen Bergbau steht man vor dem Problem, auf nur sehr wenige verlässliche und aussagekräftige Archivalien zurückgreifen zu können. Bei Ortsbegehungen muß dann mit ganz anderen Unwägbarkeiten gerechnet werden, so z. B. mit den beim Silberbergbau typischen Datierungsproblemen, welche mit einer polymetallischen Erzlagerstätte einhergehen können: Da hier zwischen den einzelnen
Laufzeiten z. T. mehrere Generationen lagen, wurden die originären Abbauspuren häufig in nachfolgenden Abbauperioden verunreinigt oder gar gänzlich „unleserlich“ gemacht. Einiges wird wahrscheinlich für immer im Dunklen bleiben und der Spekulation weiterhin Nahrung bieten.
Schöner Bergbau?
Eine Begegnung mit der Tiefe des Berges, den Stollen und der Dunkelheit kann auch auf einer völlig anderen Ebene stattfinden. Gedanken über die Ästhetik
dieser zeitlosen Welt unter Tage, über das Erhellende, das die Dunkelheit mit sich bringt, wurden schon in der Goethezeit von einigen „forcierten Genies“ (Zitat Goethe) künstlerisch verarbeitet. Ein Hinübertragen in die Metamoderne, kann das gelingen? Gibt es diesen „schönen Bergbau“, dessen Existenz schon ein Novalis hinterfragte? L'art pour l'art, ganz im Sinne eines Leitgedankens jener Zeit, jener vergangenen europäischen Epoche?
„Vor der Hacke ist es duster“
Diese historische Bergmannsweisheit bedeutet an dieser Stelle: Florentiner.Com erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und folgt keinen etablierten wissenschaftlichen Standards, gleichwohl die Inhalte nach bestem Wissen erarbeitet und zusammengetragen wurden. Etwaige Fehler werden nach deren Berichtigung in der Rubrik Errata Erwähnung finden. Nachträge werden ebenso laufend eingepflegt. Zur Wahrung von Rechten und Interessen Dritter und zum Schutz gefährdeter Anlagen wird vom Bereitstellen einiger Informationen abgesehen, so es notwendig ist. Das gilt besonders für Informationen, die es ermöglichen würden, gefährdete Anlagen zu lokalisieren. Dasselbe gilt für Grabanlagen aus der Zeit vor unserer Zeitrechnung sowie den Kultplätzen und Opferstätten, aber auch anderen Orten mit historischer Relevanz, die noch nicht das Stadium einer archäologischen Aufarbeitung durchlaufen haben. Im Zweifelsfall wird gar komplett von einer Vorstellung auf dieser Seite abgesehen. Weitere Gründe für diese Vorgehensweise und wie ihnen Rechnung getragen wird, können den weiterführenden Beschreibungen hinter diesem Link entnommen werden.
Neues
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Der Inhalt, welcher ursprünglich für den Herbst 2025 zur Veröffentlichung vorgesehen war, ist noch in Bearbeitung.
09.07.2025: Das Wesentliche des Themas Silber & Dehme wurde seit dem 18.01.2025 in mehreren kleinen Schritten finalisiert. Die in Unordnung geratenen Zechenlisten wurden sortiert und diverse kleinere uds auch in anderen Unterseiten eingepflegt. Neue Inhalte zu einem anderen, hier noch nicht behandelten Abbau sind für den Herbst 2025 geplant.